Neuruppin (PD Nord). Im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Verkehrssicherheitsaktion „Geschwindigkeit und Aggressionsdelikte“ steht die Hauptunfallursache Geschwindigkeit in den kommenden Tagen im Fokus der polizeilichen Verkehrsüberwachungsmaßnahmen. In der PD Nord, wie auch in den anderen Teilen des Landes Brandenburg, sind vom 5. bis 11. April Kontrollaktionen mit verschiedenen Schwerpunkten geplant. Dazu zählen motorisierte Zweiräder am 5. und 6. April sowie Straßen mit Alleecharakter vom 7. bis 11. April. Auch am Europaweiten Speedmarathon am 9. April wird sich die Polizeidirektion Nord beteiligen.
Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit ist weiterhin die Hauptursache für Verkehrsunfälle mit teils schwerwiegenden Folgen. Von den 12.384 Unfällen auf den Straßen der Polizeidirektion Nord im Jahr 2024 sind 1.169 auf unangepasste Geschwindigkeit zurückzuführen. Mehr als jeder zweite Unfall, bei dem ein Mensch ums Leben kam, ist dieser Ursache zuzuordnen.
Auch Verkehrsunfälle, die mit einem Aufprall an Straßenbäumen endeten, gehören zum Alltag auf den Straßen der Polizeidirektion Nord. Insgesamt 230 wurden im vergangenen Jahr verzeichnet, davon 114 mit Personenschaden.
Die ROADPOL-Aktion dient neben der Ahnung von festgestellten Verstößen auch der Steigerung regelkonformen Verhaltens der Verkehrsteilnehmer und somit der Erhöhung der Verkehrssicherheit. Deshalb werden die Verkehrskontrollen vorrangig im Anhalteverfahren durchgeführt, um mit den Kraftfahrern über das richtige Verhalten im Straßenverkehr ins Gespräch zu kommen.